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NIKON D7000
Sigma 10-20 mm F4,0-5,6 EX DC HSM
3 Bilder a' 20mm f11 10s ISO 200 0EV

Panorama-Bilder erstellen


Egal ob man mit der Handycam, der kleinen Kompaktkamera oder der großen Spiegelreflexkamera fotografiert, so hat man immer die Möglichkeit großformatige Panoramen zu erstellen. Einzige Vorraussetzung: Die Bilder müssen digital aufgenommen sein! Dies sollte jedoch heutzutage kein Thema mehr sein. Mit der richtigen Software können die Einzelbilder in wenigen Sekunden vollautomatisch zusammen gefügt werden. Welche Software dafür nötig ist und was es zu beachten gilt soll im Folgenden erläutert werden.

Ausgangssituation ist das gegebene Motiv, welches eben nicht mit nur einer Aufnahme dargestellt werden kann. Dabei ist die Aufnahmetechnik unabhängig von der Kamera. D.h. es gilt immer eins zu beachten: Die Kamera muss möglichst um ihre eigene Drehachse gedreht werden, dem sog. Nodalpunkt. Falsch wäre die Kamera mit ausgestreckten Armen um den Körper zu drehen! Das Resultat wären schwer bis unkorrigierbare Verzerrungen im Endergebnis. Im Ergebnis sollte das ganze so aussehen:

Panorama 1

Womit geklärt wäre wie die Bilder aufgenommen werden, folgt nun die Frage: Wieviele Einzelbilder muss ich machen?

Das ist einerseits abhängig vom Motiv und andererseits vom verwendeten Kameraobjektiv. Praktisch wird am linken oder rechten Rand des Motiv´s begonnen zu fotografieren. Die Literatur beschreibt eine optimale Überlappung der Einzelbilder von 25 - 40%. Wobei die Erfahrung zeigt, dass mit geringerer Brennweite (15 - 20mm) die Überlappung groß gewählt werden sollte ( >40% ), da die Bildkrümmung sonst extrem wird.

Panorama 2

Wird mit einer Spiegelrefelxkamera fotografiert, sollte man außerdem folgende Einstellungen beachten:

Durch die Drehung der Kamera wird der Belichtungsmesser an der Kamera für jeden Bildausschnitt andere Belichtungswerte ermitteln. Folglich wird jedes Einzelbild verschieden aussehen (Hell/Dunkel). Daher sollte man die Kamera auf den Modus M einstellen und Blende+Verschlusszeit manuell festlegen. Die einzustellenden Werte entnimmt man einigen Probebildern, die man zuvor im Automatikmodus gemacht hat. Wenn nicht im raw - Format fotografiert wird, empfiehlt es sich den Weißabgleich von Automatik auf einen definierten Wert einzustellen.

Aufpassen! Jegliche Automatikfunktionen der Kamera werden dazu führen, dass das spätere Endergebnis nicht harmonisch wirkt, weil der Belichtungsmesser der Kamera abhängig von der Kamerarichtung die verschiedene Lichtsituationen registriert und die Einzelbilder immmer anders belichtet. Am besten im Modus M (Manuell) fotografieren und für Einsteiger: Die Belichtungseinstellungen von einem ersten Testbild mit Automatik-Modus einfach in den M-Modus einstellen.

Hat man die Einzelbilder im Kasten folgt abschließend nur noch das zusammenfügen am Rechner. Wie oben bereits angesprochen ist es egal womit man fotografiert hat, da die Software nur nach gleichen Bildanteilen sucht und zusammenfügt. Als sehr robust und einfach bedienbar hat sich zum Beispiel die kostenlose Software ICE (Image Composite Editor) von Microsoft stets bewährt. Hier sind Panoramen von 20+ Bildern kein Problem.

Merke:

Kamera im mauellen Modus M verwenden, um einheitliche Belichtung zu erhalten. Bilder überlappen lassen, je größer die Überlappung desto geringer die Krümmung im Endergebnis. Richtwert: Überlagerng 1/3 des Motivs mit gleichen Motivausschnitt.

Tipps:

Erforderliche Ausrüstung:

Nachmachen erwünscht!
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